Mit dem Einzug in unser neues Heim haben wir nun auch das Kapitel zum Ausbau abgeschlossen und zur besseren Lesbarkeit ebenfalls chronologisch sortiert. Neue Einträge, nämlich zum Bau der Garage und dem Forschritt des Gartens, werden wir in einem neuen Kapitel einstellen.

28.04.2008

Heute war Startschuß für den Innenausbau. Als wir uns nachmittags mit dem Elektriker auf der Baustelle getroffen haben, waren EG die Sanitär-Installateure schon fleißig, hatten etliche Rohre verlegt und vormontierte Komponenten angebaut, wie hier im Gästeklo:


Im Dachgeschoß werkelten die Trockenbauer. Die Isolierung zwischen den Dachsparren war schon überall eingebaut, die Klimamembran verlegt und ein Teil der Gipskartonplatten auch schon montiert:


Mit dem Elektriker haben wir dann die Lage von Schaltern, Anschlüssen, Leerrohren und Deckenlampen besprochen. Einige nicht im Viebrock-Paketpreis enthaltene Extras werden unser Budget zusätzlich belasten - extra Steckdosen und Anschlüsse, einige davon in der Küche mit separater Sicherung, in manchen Zimmern Dimmer statt Schalter und schließlich diese schicken Spots außen in den Dachüberständen. Jeder Posten einzeln ist, vielleicht mit Ausnahme der Dimmer und Spots, nur Peanuts. Aber alles zusammen macht sich schon bemerkbar.

29.04.2008

Heute sollte das schon erwartete Treffen zwischen unserem Bauleiter, dem Sachverständigen und meiner Wenigkeit stattfinden. Leider wurde dies durch einen Stau vereitelt - der Sachverständige konnte nicht so lange warten wie sich der Bauleiter verspäten würde. Schade, denn zu einigen der noch offenen Fragen hätte ich es gerne gesehen, wenn sich die beiden mal selbst ausgetauscht hätten. So muß ich wieder vermitteln...

Der Sachverständige war auch etwas enttäuscht, weil genau die Sache, die er sich hauptsächlich ansehen wollte (die Klimamembran alias Dampfbremse) überwiegend schon nicht mehr zugänglich war. Die Trockenbauer haben nämlich ganze Arbeit geleistet, bei den Wänden im Dachgeschoß sind die Gerippe überall fertig und an den meisten Stellen auch schon die Gipskartonplatten montiert. Die wenigen noch offenen Stellen machen allerdings einen sauberen Eindruck, alle Kabeldurchführungen sind ordentlich abgeklebt.


Auch ein weiteres Sorgenkind unseres Sachverständigen, nämlich die Verbindung zwischen dem oberen Teil des Verblendmauerwerks und der tragenden Dachkonstruktion, war nicht mehr zugänglich, da der Innenausbau insgesamt schon zu weit fortgeschritten ist. Laut Bauleiter sind aber die obersten 4 Reihen Ziegel neu gemauert und mit mehr Ankern an der Dachkonstruktion befestigt worden. Die Füllung des Schuttcontainers und der verbliebene Rest an neuen Ziegeln sprechen dafür, daß dem tatsächlich so ist; der Bauleiter hat das wohl auch fotografisch dokumentiert. Die Bilder möchte ich natürlich noch sehen, aber wie es scheint, sind fast alle Kritikpunkte entweder erledigt oder zumindest in Arbeit. In einem Punkt, nämlich bei den unterschiedlichen Fenstern in Küche und HWR hat sich ergeben, daß die Flügel im HWR bleiben und die in der Küche gewechselt werden. Uns soll's egal sein, solange sie hinterher zueinander passen...

05.05.2008

Wir haben den Brückentag genutzt und waren für ein langes Wochenende in Schleswig-Holstein. Von dem Superwetter abgesehen hat es sich noch in einer weiteren Hinsicht gelohnt: Silkes Haus ist so gut wie verkauft. Allerdings nicht über den Makler - der hat sich eh kein Bein ausgerissen und bislang auch nur einen Kandidaten gefunden, der überhaupt an einem Besichtigungstermin interessiert war. Irgendwie habe ich aber so ein Gefühl, daß wir uns um seine Rechnung noch streiten werden...

Auf unserer Baustelle haben wir währenddessen nicht sooo viel versäumt. Das Küchenfenster ist ausgetauscht worden und paßt nun in der Höhe zu dem im HWR:



Die Trockenbauer sind fast fertig, nur die Fugen sind noch zu spachteln. Die meisten Teile der Heizung sind auch schon geliefert, allerdings noch nicht montiert:


Der Spitzboden ist nun auch begehbar, die Treppe eingebaut und der Boden verlegt. Mittelfristig wollen wir ihn weiter ausbauen, jedenfalls den Teil mit den beiden Veluxfenstern im Bildhintergrund. Der vordere Teil wird wohl mit einer Zwischenwand abgeteilt und bleibt Abstellfläche.


06.05.2008

Kaum Veränderung gegenüber gestern, nur einige Fugen sind gespachtelt. Allerdings steht ein neues Silo vor dem Haus, nämlich eins für Gipsputz.

07.05.2008

Wie das gestern aufgestellte Silo schon angekündigt hat, haben die Innenputz-Arbeiten heute begonnen. Um alle Fenster herum ist der Kantenschutz angebracht...


...und die Wände im Gästeklo und die Außenwand im Bad sind schon verputzt:


Außerdem habe ich versucht, die Lage und den Verlauf der Elektroleitungen nachzuvollziehen, bei dem Knäuel im HWR aber ohne Erfolg. Immerhin, soweit ich sehen konnte sind alle Leitungen einigermaßen sinnfällig beschriftet:


Es fehlen im Dachgeschoß auch noch einige Steckdosen, der Elektriker meinte aber schon vorher, das sei okay - seine Jungs wären schneller fertig als die Trockenbauer und würden die Leitungen schon mal in die noch offenen Wände legen. Die fehlenden Unterputz- bzw. Hohlwand-Dosen werden dann gesetzt, wenn die Gipskartonplatten überall montiert sind. Ich hoffe, er behält Recht...

13.05.2008

Über Pfingsten waren wir nicht auf der Baustelle, aber wir haben auch nicht so sehr viel verpaßt. Spektakuläre Änderungen gibt es nicht, aber die Erdgeschoßwände sind fertig verputzt. Macht schon einen wohnlicheren Eindruck, auch wenn an der Decke noch nackter Beton zu sehen ist:


Außerdem stehen die verschiedenen Teile der Wärmepumpe jetzt an ihrem endgültigen Platz. Angeschlossen sind sie aber noch nicht:


Etwas "Klärungsbedarf" gibt es bei der Badewanne. Bei der Bemusterung in Fallingbostel hatten wir uns für diese Variante entschieden (nicht diese Fliesen, aber die Wanne):



Die ist nun zwar anscheinend richtig geliefert, und der Styropor-Wannenträger scheint auch dazu zu passen...



...laut Detail-Bauzeichnung soll er allerdings direkt an der Wand stehen, wir möchten aber die Ablage wie auf dem oberen Bild aus Fallingbostel. Irgendwo müssen ja Shampoo, Quietscheentchen und so weiter Platz finden ;-) Morgen haben wir aber sowieso wieder einen Termin mit dem Bauleiter, nicht nur deswegen. Ein paar der Kritikpunkte unseres Sachverständigen sind auch noch offen und auf das versprochene Angebot des Tiefbauers für Hausanschlüsse, Ringdrainage und die Abfuhr des Aushubs warten wir seit Wochen. So langsam rennt uns die Zeit weg.

14.05.2008

Die Frage der Badewanne bzw. der Ablage dahinter war schnell geregelt - da sich nicht mehr nachvollziehen ließ, warum sie in der Bauzeichnung anders aussieht als in der Ausstellungshalle und auf welche Ausführung sich der Mehrpreis in unserem Angebot eigentlich bezieht wird sie nun ohne große Bürokratie und vor allem ohne weitere Kosten für uns so gebaut wie wir sie uns vorgestellt haben.

Außerdem haben sich inzwischen unser Sachverständiger und der Bauleiter direkt auf der Baustelle getroffen und unterhalten. Das hatte zwar ein bißchen was von einem Showdown, weil sie mir beide wohl zeigen wollten, daß sie ihr Geld wert sind ;-) Es hat sich aber gelohnt, die gesamte Besichtigung bzw. Unterhaltung hat gute anderthalb Stunden gedauert und ein paar kleine und drei größere Sachen ergeben.

Um mit den großen Sachen anzufangen: über die Ausführung bzw. Verankerung des (bereits einmal nachgearbeiteten) Verblendmauerwerks im Dachgeschoss sind die beiden uneins. Über die Anzahl der erforderlichen Anker gibt es wohl eine technische Regel (DIN 1053). Ob die nun eingehalten wird oder nicht läßt sich nicht mehr direkt überprüfen, da dieser Bereich inzwischen nicht mehr zugänglich ist. Der Sachverständige wird sich nun anhand der Fotos, die der Bauleiter gemacht hat, ein Urteil bilden. Bis dahin ist die Verfugung jedenfalls erstmal auf Eis gelegt.

Die zweite größere Sache betrifft schon wieder die Badewanne, diesmal aber geht es um einige Leitungen, die direkt darunter verlaufen, siehe das Bild von gestern. Auch unter der Duschtasse ist eine solche Leitung. Es sind zwar Feuchtraumkabel und sie liegen auch in einem Schutzrohr, aber trotzdem dürfte das so nicht sein. Drei davon lassen sich ohne viel Theater anders verlegen, zwei oder drei weitere sind unproblematisch, weil für Telefon oder Antenne (jedenfalls nicht für 230V). Aber bei den restlichen zwei oder drei Leitungen wird die einschlägige Vorschrift (VDE0100-701) verletzt. Mal sehen, was wir da machen...

Die dritte größere Sache betrifft schließlich die Isolierung der Giebel. Den Spitzbodenausbau hatten wir nicht mit beauftragt, insofern ist es klar, daß es dort dann keine Isolierung geben wird. Wie hoch die Isolierung des Dachgeschosses allerdings gezogen werden muß, wo Luftzirkulation und wo ein dichter Abschluß sein muß, darüber müssen sich die Experten noch einigen.

Die kleineren Sachen betreffen überwiegend optische Mängel (in der nachgearbeiteten Mauer im Eingangsbereich werden nochmal ein paar Steine ersetzt, einige Stellen am Giebel werden nachgestrichen usw.) und sind unstreitig.

15.05.2008

Wir waren erst spät, so gegen 19.30, auf der Baustelle, da war die Sanitärinstallationsfirma aber noch am Werk. Die Badewannenarmatur ist eingebaut und die Schlangen für die Fußbodenheizung bzw. -erwärmung im Bad sind verlegt, soweit die gute Nachricht:


Die schlechte Nachricht ist, daß die Maurer auch irgendwann da waren, aber nicht wie abgesprochen die farblich unschönen Steine im Eingangsbereich ausgetauscht sondern alle Außenwände verfugt haben. Erstens sollten sie das bis zur Klärung der Frage mit den Ankern im Dachgeschoß gar nicht tun und zweitens haben sie dafür oder danach schon mal Teile des Gerüsts abgebaut. Das brauchen wir aber noch über das Wochenende für das Streichen der Dachüberstände, und so hatten wir es auch mit dem Bauleiter abgesprochen. Silke hat ihn dann mit einer unschlagbaren Mischung aus Charme und Hartnäckigkeit überredet, daß er (persönlich!) die abgebauten Planken wieder anbringt:


16.05.2008

Heute leider keine Fotos, ich war auf Dienstreise. Außen hat sich aber bis auf das Streichen eines Teils der Dachüberstände nichts getan. Und innen wurde der Estrich gegossen, muß nun aber ein paar Tage aushärten bevor er belastet werden kann:



Und anscheinend waren die Maurer nochmal da. Die nachgearbeiteten Stellen links und rechts der Eingangstür sind ein zweites Mal nachgearbeitet und haben jetzt farblich besser passende Ziegel. Verfugt werden müssen sie allerdings noch:


17.05.2008

Wegen Dauerregens fällt das Streichen der Dachüberstände heute aus. Aber wir haben unsere Küche bestellt, jedenfalls die Möbel (die Elektrogeräte wollen wir nicht auch bei dem schwedischen Design- und Einrichtungshaus sondern separat erwerben). Heute war dort übrigens letzter Tag der Aktion "für je 1000€ Küchenmöbel gekauft gibt es einen Warengutschein über 100€". Da a) die Küche noch nicht gefliest ist und b) auch gar nicht alle Teile am Lager waren haben wir einen Liefertermin in zwei Wochen vereinbart. Und wo wir gerade bei Terminen sind: die Verkäuferin meinte, für das Aufbauen dieses Puzzles aus etwa 150 einzelnen Kartons würden wir etwa vier Tage brauchen. Schau'n wir mal...

Gegenüber der ursprünglichen Küchenplanung haben sich übrigens ein paar Details verändert, neue Bilder von der aktuellen Version gibt es hier.

19.05.2008

Am Sonntag war das Wetter okay und Silke hat eifrig gepinselt - alle von uns in Eigenleistung zu erbringenden Malerarbeiten außen sind nun fertig. Wir haben auch mal einen Blick ins Innere gewagt, aber dort war die Luft von dem frisch gegossenen Estrich so feucht, daß es einem (wirklich!) die Brille beschlägt. Bis man darauf Parkett legen kann muß noch ganz schön viel Feuchtigkeit aus dem Haus.

Fliesen allerdings kann man (so jedenfalls unser Bauleiter) "naß in naß" verlegen, und so hat es die Sanitärfirma heute auch gemacht. Das Ergebnis sieht in der Küche so aus:



Außerdem hat der Ausbau des Bades begonnen. Für das Waschbecken gibt es eine eigene Konsole:



Die Debatte zwischen Bauleiter und Sachverständigen ist anscheinend noch im Gange, jedenfalls habe ich trotz Nachfrage noch kein Ergebnis gehört. Ich habe aber nochmal von unten hinter den Giebel geschaut und muß dem Sachverständigen recht geben: Hier ist zwar ein Gitter angebracht. aber Kleintiere wie Mäuse oder so kämen neben dem Gitter trotzdem durch, siehe Bild. Bei aller Tierliebe, das möchten wir dann doch lieber vermeiden...



20.05.2008

Im Weggehen von der Baustelle gestern abend haben wir die Bodenfliesen fürs Bad und die Mosaiksteinchen für die Waschtischkonsole mal nebeneinandergehalten und waren erstaunt, daß wir die angeblich so ausgesucht hatten. Laut Bemusterungsprotokoll ist das aber der Fall, der Fehler liegt also bei uns - entweder haben wir uns wirklich verguckt oder das Protokoll vor der Unterschrift doch nicht genau genug durchgesehen. Silke hat heute ihre ganze Überredungskunst aufgewendet, dies noch zu ändern - jetzt gibt es Bodenfliesen, Mosaik und Bordüre aus der gleichen Serie.

Ein anderer Fehler ist dafür aber nicht uns anzulasten. Um eine Stufe im Übergang zu vermeiden hatten wir beim Übergabegespräch mit dem Betriebsleiter von Viebrock extra vereinbart, daß der Estrich an die unterschiedliche Höhe von Fliesen (in der Küche) bzw. Parkett (im Wohn-/Eßbereich) abgepaßt wird. Das ist er aber nicht, er hat eine einheitliche Höhe. Unser Bauleiter meint, das könne man abschleifen. Soll mir recht sein, solange nicht ich das machen muß, es klingt nämlich irgendwie nach einer Arbeit, die viel Dreck und wenig Spaß macht.

Die gute Nachricht für heute ist, daß das Gerüst abgebaut ist. Gut jedenfalls für uns, so können wir das Haus zum ersten Mal unverpackt sehen. Schlecht ist es für die Maler oder Zimmerleute, die noch ein paar Stellen am Giebel auszubessern haben. Aber der Bauleiter meint, mit einer langen Leiter käme man dort auch hin.



Ach ja, bevor ich es vergesse: das Rätsel um die seltsam vorstehende Nase der Bodenplatte des benachbarten Doppelhauses (siehe die Seite zum Rohbau) ist jetzt auch gelöst. Wir haben den Käufer dieser Hälfte - die andere ist nach wie vor zu haben - inzwischen kennengelernt und er hat uns erklärt, daß das ein Abstellraum bzw. Geräteraum wird, an den er ein Carport anbauen wird. Mit letzterem baut er sich dann zwar sein Küchenfenster zu, aber das soll ja nicht unser Problem sein ;-)

21.05.2008

Die Wandfliesen im Bad sind angebaut, wenn auch noch nicht verfugt. Auf die Bodenfliesen müssen wir wegen der Last-Minute-Änderung gestern noch ein bißchen warten, die haben ein paar Tage Lieferzeit. Aber sie sollten eh noch nicht diese Woche verlegt werden - bei Fußbodenheizung kann man sie wohl nicht naß in naß verlegen, da muß der Estrich erst ein wenig austrocknen.



Außen hat sich auch etwas getan: die Tiefbauer haben sich ausreichend Platz geschaffen, um die Erdwärme-Sonden für die Heizung einzubuddeln. Ein Teil der Aushub-Halde ist nun dahin gewandert, wo einmal die Garage stehen soll:


22.05.2008

Die Sonden für die Erdwärmenutzung sind eingegraben und die ersten Hausanschlüsse (Schmutz- und Regenwasser) hergestellt:


24.05.2008

Zu früh gefreut, die Schmutz- und Regenwasseranschlüsse sind doch noch nicht fertig. Allerdings waren irgendwelche der Handwerker auch der Ansicht, sie seien fertig und haben den Kondensat-Ablaufschlauch eines der Bautrockner in den Abfluß in der Küche gesteckt. Aus dem Abfluß im Hauswirtschaftsraum kam das Wasser dann wieder heraus:


Ich habe den Schlauch dann erstmal woanders herausgeführt, aber bis die Wand getrocknet ist, wird es einige Tage dauern.

25.05.2008

Auf der Baustelle gibt es nichts neues (es ist Wochenende), aber wir bekommen Familienzuwachs. Nein, keine Kinder... Dana, das ältere der beiden "großen schwarzen Fusseltiere" war leider schwer krank und wird den Umzug ins neue Haus nun doch nicht mehr erleben. Aber der Trend geht wieder zum Zweithund, und Silke hat eine Züchterin in Celle gefunden, die gerade einen Wurf hat. Noch sind die Welpen erst ein paar Tage alt, aber in etwa acht Wochen wird ein kleiner Labrador bei uns einziehen. Einen Namen hat er (oder besser gesagt, sie) schon: Janne.

26.05.2008

Als wir heute abend auf der Baustelle vorbeigeschaut haben war das Mörtelsilo abgeholt und die Grube für die Hausanschlüsse wieder zugeschüttet. Allerdings liegt das Kabel zur Garage, das ich eigentlich durch das Leerrohr herausgeführt haben wollte, nach wie vor sauber aufgerollt da:


Unser Bauleiter meinte am Telefon dann aber, das Kabel würde verlegt, wenn die Tiefbauer nochmal wegen der Kanalanschlüsse anrücken. Von mir aus, aber warum schütten sie dann die Grube zu, nur damit der nächste sie wieder aufbuddelt? Und die Wand im HWR ist immer noch ziemlich feucht...

01.06.2008

Laut Terminplan stehen diese und die nächste Woche überwiegend im Zeichen der "Malerarbeiten innen (Eigenleistung)". Silke hatte ihren letzten Arbeitstag in Schleswig-Holstein, bummelt jetzt Resturlaub ab und ich habe dafür auch drei Tage Urlaub genommen. Malen und Tapezieren ist nicht unbedingt unsere liebste Tätigkeit, aber wir haben schon einiges weggearbeitet: Im EG sind Küche, Wohn- und Eßbereich, das Gästeklo und die Decke im Flur gestrichen und im DG sind alle Decken und ein Zimmer tapeziert.



Das ganze sogar unter erschwerten Bedingungen: erstens war die Baustelle pottdreckig als wir loslegen wollten, ich nehme mal an durch das Abschleifen des Estrichs - wir haben erstmal einen halben Tag saubergemacht, bevor wir anfangen konnten. Und zweitens waren am Mittwoch morgen schon alle Innentüren eingebaut und die Crew wollte gerade die Fußleisten anbringen. Sowohl der Terminplan als auch der gesunde Menschenverstand sagen eigentlich, daß das erst nach dem Tapezieren und Streichen passieren sollte. Aber die Jungs waren gerade auf einer anderen Baustelle in der Nähe und haben wohl eigenmächtig entschieden, unseren Bau gleich mit abzuarbeiten.

Bei allem Verständnis für Arbeiten, die vor der Zeit fertig werden: uns kostet es natürlich jetzt mehr Arbeit, die Türen abzukleben und deshalb haben wir unseren Bauleiter darauf angesprochen. Der hat nicht lange diskutiert und vorgeschlagen, daß unsere Last-Minute-Änderung der Bodenfliesen im Bad von Viebrock übernommen wird. Uns hätte sie sonst etwa 250€ gekostet, das schien uns ein faires Angebot.

05.06.2008

Keine neuen Fotos, es ist nichts spektakuläres passiert ;-) Allerdings sind wir mit unseren Malerarbeiten fast fertig. Nur der Bereich um die Treppe bzw. den Flur im DG muß noch tapeziert werden, aber dafür brauchen wir erstmal ein Gerüst oder eine lange Leiter. Und das Puzzle aus 150 Kartons mit noch mehr einzelnen Teilen, aus dem einmal die Küche entstehen soll, wurde am Dienstag geliefert, ist aber noch nicht zusammengebaut.

10.06.2008

Die Elektroinstallationsfirma wollte unbedingt einen Ortstermin mit uns, aber wegen einer Großveranstaltung bei meinem Brötchengeber war heute vor 19.30 nichts zu machen. Zu meiner Verwunderung waren die Elektriker auch damit einverstanden und sogar pünktlich. Der Termin selber hat dann keine 10 Minuten gedauert - es war die "Einweisung" in die Elektroinstallation. Eigentlich ist der Schaltschrank ja unübersehbar und was darin Zähler, FI-Schalter und Sicherungen sind, hätte ich auch ohne die Jungs herausgefunden. Aber die Einweisung ist halt im Preis mit drin und eigentlich ging es auch nur um meine Unterschrift am Ende der Prozedur. Überraschenderweise haben wir einen doppelten Zähler, einmal für Normal- und einmal für Niedrigtarif. Ich konnte mich nicht erinnern, das so beauftragt zu haben, aber der Elektriker meinte, das sei bei unserem Versorger so Standard und wir könnten ja Großverbraucher (Spül- und Waschmaschine, Trockner) in Niedrigtarif-Zeiten betreiben. Mir soll es recht sein, jedenfalls haben wir jetzt schon mal Strom.

Wasser allerdings haben wir erstmal nur provisorisch. Der Hausanschluß ist gelegt, aber der Zähler fehlt noch. An seiner Stelle gibt es einen behelfsmäßigen Wasserhahn im HWR. Allerdings ist der Hausanschluß für Abwasser auch noch nicht fertig, so daß es wahrscheinlich besser so ist. Ein bißchen weitergekommen sind die Sanitärinstallateure aber doch. Waschbecken und Klos sind geliefert und angebaut:


11.06.2008

Seit heute brauchen wir keine Leiter mehr, um ins Dachgeschoß zu gelangen. Die Treppe ist da:


18.06.2008

Wir haben die Halde hinter dem Haus abtragen lassen. Geschätzte 200 m³ Aushub, die wir aber, da Lehmboden, nicht zum Verfüllen verwenden wollen. Niederschlagswasser versickert darauf so langsam, daß wir ständig Pfützen auf dem Rasen hätten, also brauchen wir stattdessen eine Schicht Mutterboden. Wir freuen uns schon auf den Garten, nur Jette guckt etwas beleidigt - sie fand den Haufen wohl schick.

Der Nachteil dieser Aktion ist leider, daß man diese scheußliche Kleingartenkolonie jetzt wieder in voller Pracht sehen kann. Allerdings nicht für lange, hier kommt ein hoher, dichter Zaun hin...

20.06.2008

Aus dem Puzzle in etwa 120 Kartons mit "gefühlten" 50000 Einzelteilen entsteht so langsam unsere Küche:


23.06.2008

Vor dem offiziellen Abnahmetermin am Mittwoch haben wir uns heute schon mal mit dem Bauleiter getroffen und haben die Punkte festgehalten, die noch nachgearbeitet werden müssen, bevor wir den Bau als Ganzes abnicken und die Schlußzahlung freigeben. Unstimmigkeiten gab es dabei keine, auf einige Punkte hat uns sogar der Bauleiter selbst aufmerksam gemacht - wir hatten sie vorher gar nicht gesehen. Im wesentlichen handelt es sich um Schönheitsfehler - im Bad haben zwei Fliesen einen kleinen Riß, die Konsole des Waschtischs hat an der Unterkante einen unsauberen Abschluß, der HWR ist von irgendwelchen Handwerkern pottdreckig hinterlassen worden, Sachen in dieser Art. Nur zwei Punkte machen uns wirklich noch Sorge: die Kanalanschlüsse für Regen- und Schmutzwasser sind immer noch nicht fertig, deshalb kann auch die Heizung nicht arbeiten und die Trocknung des Estrichs beschleunigen. Und die Bautrockner, die stattdessen die Feuchtigkeit aus dem Haus schaffen sollen, hat die Ausbau-Firma abgeholt, "weil sie anderswo gebraucht werden". Das fanden wir nicht so lustig, denn der Einzugstermnin naht und der Fußboden kann nur gelegt werden, wenn der Feuchtigkeitswert stimmt. Unser Bauleiter hat dann aber von einer örtlichen Baumaschinenvermietung ein paar Trockner besorgt und aufgestellt:


Die fehlenden Kanalanschlüsse und auch die Ringdrainage (ohne die Viebrock keine Garantie für Feuchtigkeitsschäden übernimmt) sollen dann am Mittwoch zeitgleich mit der Endabnahme gelegt werden.

25.06.2008

Der Tag der Endabnahme, auch wenn der Bau noch nicht so ganz fertig ist. Wie angekündigt werden außen gerade die Kanalanschlüsse installiert und das Kabel zur Garage herausgeführt:

Innen ist in Sachen Nacharbeit noch nicht sehr viel passiert, die offenen Punkte wurden aber im Übergabeprotokoll feinsäuberlich dokumentiert. Außerdem wurde unser Bau auf Luftdichtheit getestet. Der vorgesehene Heizenergiebedarf wird nämlich nur dann eingehalten, wenn Be- und Entlüftung ausschließlich über die vorgesehenen Wege passieren. Bei dieser Messung, dem "Blower-Door-Test", wird die Eingangstür durch ein Gebläse ersetzt und ein bestimmter Differenzdruck zwischen innen und außen aufgebaut. Bei diesem Druck darf pro Stunde maximal das 1,5-fache des Luftvolumens des Hauses ein- bzw. ausströmen. Bei uns ist es nur das 0,83-fache, also ist der Test mit Bravour bestanden. Und der Wert wird sogar noch besser, wenn eine kleine Undichtigkeit im Bereich der Bodentreppe beseitigt wird.

Da ich wegen der Abnahme einen Tag Urlaub genommen habe wollte ich danach nochmal ranklotzen und die restlichen Oberschränke in der Küche montieren. Leider hat mein - wohl etwas zu forscher - Tatendrang einen kleinen Dämpfer bekommen. Beim Bohren eines der Befestigungslöcher habe ich ein Kabel getroffen. 100% eigene Blödheit - wenn man sich die Wand und die Lage der Steckdosen anschaut, ist es nicht weiter erstaunlich, daß dort ein Kabel liegt. Aber wer achtet schon auf solche Kleinigkeiten, wenn er gerade gut in Fahrt ist und fertig werden will... Aufstemmen und Unterputzdose setzen haben mich doch etwas zurückgeworfen. Zumindest aber wird diese Stelle hinterher nicht auffallen, sie liegt nämlich hinter dem Schrank.


Die gute Nachricht ist übrigens: ich weiß jetzt, daß der Fehlerstrom-Schutzschalter funktioniert ;-)

29.06.2008

Der Aufbau der Küche geht in die Endphase. Alle Schränke stehen und die meisten E-Geräte sind angeschlossen. Es fehlen noch der Dunstabzug und der Gefrierschrank, für letzteren müssen allerdings die Möbeltüren angepaßt werden, da er etwas höher ist als das eigentlich hier empfohlene IKEA-Modell. Auch der Auszug des Apothekerschranks (2. von rechts) ist noch nicht zusammengebaut. Dessen Front hat sich als ganz normale Tür entpuppt; für die Verwendung als Apothekerschrank müssen einige der vorhandenen Löcher geschlossen und neue gebohrt werden. Stopfen und Bohrschablone werden zwar mitgeliefert, aber trotzdem finde ich das enttäuschend - alle anderen Türen waren nämlich perfekt vorbereitet und mußten nur noch mit Scharnieren versehen werden.

Wir haben uns nun doch für eine Arbeitsplatte aus Echtholz entschieden. Die gab es in bestimmten Standardmaßen sogar recht günstig im Baumarkt, allerdings war sie unbehandelt. Auf Anraten unseres Küchenplanungs-Experten haben wir sie dann glatt abgeschliffen und mit Walnußöl behandelt. Das hat sie aufgesogen wie ein Schwamm, so daß wir sie wohl noch ein paarmal nachölen müssen. Sieht aber schick aus, und bevor jemand fragt: die Fronten der Schränke sind natürlich nicht babyblau sondern weiß, aber noch ist überall die Schutzfolie drauf.



Außerdem haben die Hausnummer und den Briefkasten angebaut:


30.06.2008

In dieser Woche werden noch die Böden verlegt und die Fußleisten montiert. Wir hatten etwas Sorge, ob der Estrich trocken genug ist, aber die Meßwerte waren in Ordnung - die Bautrockner haben also ganze Arbeit geleistet.

04.07.2008

Der große Tag! Wir haben einen Lkw gemietet und gehen Silkes Umzug an. Einige schwere Brocken sind darunter - der dickste wiegt fast 300 kg - aber wir hatten fleißige Helfer. Allerdings sind wir am Vortag auch noch nicht ganz mit dem Einpacken fertiggeworden (Kartons waren alle), so daß wir erst nach 16 Uhr in Nortorf losgekommen sind. Ferienbeginn in Dänemark und der Weg durch den Elbtunnel waren dann noch eine ziemlich häßliche Kombination, so daß wir erst seeehr spät in Mascherode waren. Wir haben nur noch den vollen Gefrierschrank ausgeladen und wieder angeschlossen, damit über Nacht nichts auftaut, dann war Feierabend.

05.07.2008

Erstmal den Lkw abladen und alle Kartons ins Haus tragen, damit wir gleich auch noch ein paar Kartons aus meiner Wohnung holen können. So etwa 30 hatte ich nämlich schon mal gepackt, die haben wir gleich noch abtransportiert, zusammen mit der Waschmaschine, dem Trockner und ein paar anderen Gemeinheiten. Dann wird mein eigentlicher Umzug nächstes Wochenende etwas leichter...




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