Welche Art von Haus? Nun, diese Frage war schon etwas schwieriger. Wir haben verschiedene Gebrauchtimmobilien angeschaut, aber keine davon hat uns so richtig gefallen. Und irgendwann hatte die Idee, selbst zu bauen dann doch einen gewissen Reiz. Ich hatte das eigentlich nie in Betracht gezogen und würde (und werde, aber davon später) es heute auch nur dann machen, wenn es als Komplettpaket aus einer Hand kommt. Ich habe nämlich noch lebhaft das Renovierungsprojekt einer Arbeitskollegin vor Augen, bei der so ziemlich alles in die Hose gegangen ist was nur in die Hose gehen kann und jeder - Handwerker, Architekt, alle - die Verantwortung weit von sich weisen. Die dazugehörigen Rechtsstreitigkeiten kosten inzwischen fast mehr Zeit als der eigentliche Bau, und die Baukosten sind auch regelrecht explodiert. Das wollten wir unter allen Umständen vermeiden.

Also ein Haus "von der Stange". Ein Entwurf, der schon ein paarmal gebaut wurde und zwar von einem Unternehmen, das einen Ruf zu verlieren hat. Ein Ansprech- bzw. Vertragspartner, ein Adressat bei Problemen und eventuellen Mängeln. Aber welcher?

Google sei Dank hatten wir bald eine längliche Liste von potentiellen Kandidaten, die in unserer Region aktiv sind und Musterhäuser zur Besichtigung anbieten. Zunächst hatten wir noch gar keine konkrete Vorstellung, wie unser Haus einmal aussehen sollte, aber einige Wochenenden und Musterhausparks später hatten sich ein paar Entscheidungen bereits herauskristallisiert:
  • Doppelhaushälfte oder freistehend? Ich hatte über viele Jahre eine Etagenwohnung und war in Bezug auf Grundstücksgröße deshalb nicht unbedingt verwöhnt. Aber alle Doppelhaushälften, die wir uns angesehen haben waren eigentlich Notlösungen: viel zu viel Haus auf viel zu wenig Grundstück, manche unter 300 m². Das kam uns zu beengt vor - wenn schon Garten, dann auch so, daß man ihn nutzen kann. Und dann kann man eigentlich auch freistehend bauen.
  • Konventionell gebaut oder Fertighaus? Meine Eltern hatten sich damals für ein Fertighaus entschieden und behaupten, sie würden es auch wieder so tun. Ich habe es allerdings als sehr hellhörig empfunden und wollte so etwas auf keinen Fall haben. Alle Anbieter solcher Häuser preisen zwar inzwischen ihre Wärme- und Lärmdämmung und fairerweise muß ich auch dazusagen, daß das Haus meiner Eltern aus den frühen 70ern stammt. Aber irgendwie konnten uns auch kaum welche der ausgestellten modernen Fertighäuser überzeugen, also: am liebsten konventionell.
  • Landhausstil, Stadtvilla, mediterraner Stil, oder was? Hier hatte ich eigentlich erwartet, daß die Entscheidung schwierig werden könnte, aber wir waren uns schnell einig, daß weder der notorische Landhausstil (mit Sprossenfenstern, brr...) noch futuristische Entwürfe à la Trafostation oder Autowaschanlage für uns in Frage kommen. Richtig gut gefallen, obwohl Fertighäuser, haben uns dann zwei Objekte im Musterhauspark Langenhagen. Das erste war ein Huf-Haus, das andere ein "Meisterstück" (heißt wirklich so ;-) Beide haben gestalterisch eine ähnliche Handschrift - es sind Holzskelettbauten mit dunklen Holzelementen und sehr viel Glas. Wir haben ähnliche Häuser von den jeweils gleichen Anbietern auch noch in Stelle bei Hamburg und in Hameln gesehen, und auch die haben uns sehr gut gefallen. Allerdings lassen sich beide Unternehmen die Eleganz ihrer Häuser gut bezahlen, so daß wir uns doch noch anderweitig umgesehen haben und letztlich auch fündig geworden sind.
Neben diversen anderen Ausstellungen haben wir uns dann einen Musterhauspark angesehen, den wir beide schon vom Vorbeifahren kannten - er liegt nämlich in Fallingbostel, unübersehbar direkt an der A7, auf halbem Weg zwischen Hannover und Hamburg.  Auch wenn hier alle Häuser vom gleichen Hersteller (Viebrock) sind, gibt es viele verschiedene Baustile und Größen zu sehen. Nach dem Rundgang über das Gelände waren wir recht angetan von der Optik des "Classico 400":



Allerdings war uns das zu groß und auch zu teuer.  Nach der Größe und dem Preis, die wir uns vorgestellt hatten , kam ein "Maxime 300" in Betracht:



Unsere Idealvorstellung wäre demnach ein Haus mit der Optik des einen und der Größe des anderen gewesen. Aufgrund eines glücklichen Zufalls - Viebrock feierte nämlich gerade das 10jährige Bestehen der Maxime-Serie - gab es genau diese Kombination in einer limitierten Jubiläumsauflage zu einem akzeptablen Preis. Mehr dazu erzählen wir auf der nächsten Seite...

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